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10. Januar 2023

Ameland lässt Geothermie- und Wärmenetze untersuchen

Ameland untersucht, ob Geothermie- und Wärmenetze in naher Zukunft für die nachhaltige Wärmeversorgung der Insel interessant sein werden. Als ersten Schritt unterzeichnete die Gemeinde kürzlich eine Absichtserklärung mit Ghiocel Energy, Entwickler von Geothermieprojekten, und eine Absichtserklärung mit Firan, Spezialist für Infrastruktur für neue Energien. Parallel dazu beginnt Ameland Gespräche mit Bewohnern über nachhaltige Wärme in ihren Häusern. Ameland will bis 2035 erdgasfrei sein.

Ghiocel wird untersuchen, ob es machbar ist, Erdwärme mehr als 3.000 Meter unter der Erde auf Ameland zum Heizen von Häusern zu nutzen. Über den Untergrund aus der Gasförderung ist bereits viel bekannt und auch andere Bedingungen auf der Insel scheinen günstig zu sein. Deshalb glaubt Ghiocel, dass trotz des relativ geringen Wärmebedarfs der Insel ein profitables Geothermieprojekt immer noch möglich ist. Das Unternehmen verfügt über Betriebserfahrung mit Geothermieprojekten in verschiedenen europäischen Ländern; Derzeit werden auch die Möglichkeiten der Geothermie auf der deutschen Watteninsel Borkum untersucht.

Vielversprechende Innovationen

Firan, eine Tochtergesellschaft des Netzwerkunternehmens Alliander, wird in den kommenden Monaten untersuchen, ob Wärmenetze unterschiedlicher Form und Größe auf Ameland attraktiv sind. Innovationen im Bereich der Wärmeverteilung scheinen vielversprechend. Firan prüft auch die Möglichkeiten der Wasserstoffproduktion zur Beheizung von Gebäuden und Häusern.

Neue Erkenntnisse

Jahrelang ging man davon aus, dass Ameland kein idealer Standort für Geothermie und Wärmenetze sei. Die Anzahl der Häuser ist begrenzt und damit auch der gesamte Wärmebedarf der Insel. Die hohen Investitionen beispielsweise in Geothermie oder Wärmenetze wiegen daher schwerer als in städtischen Gebieten mit hohem Wärmebedarf. Die Parteien, die jetzt eine Absichtserklärung abgeschlossen haben, gehen aufgrund der fortschreitenden Erkenntnisse davon aus, dass Geothermie und Wärmenetze doch interessant sein könnten. Ameland ist auch ein attraktives Forschungsgebiet, da die Auswirkungen auf einer Insel deutlich sichtbar sind.

Input von Anwohnern und Unternehmen

Die Gemeinde Ameland wird in Kürze Gespräche mit Einwohnern und Unternehmern über die Wärmeversorgung der Insel aufnehmen. Noch vor Abschluss der Firan- und Ghiocel-Studien möchte sich die Gemeinde mit künftigen Nutzern über die Anforderungen und Wünsche austauschen, die die zukünftige Energie- und Wärmeversorgung unabhängig von der Technologie erfüllen muss. In der zweiten Jahreshälfte werden die Forschungsergebnisse und die geführten Diskussionen zusammengeführt.

Auf dem Foto von links nach rechts: Luc van Tiggelen (Gemeinde Ameland), Arno Vervoort (Ghiocel), Harry Hollander (Ghiocel), Piet IJnsen (Stadtrat der Gemeinde Ameland), Douwe van de Meer (Firan), Simon Goes (Firan) und Erwin de Boer (Gemeinde Ameland).

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